ERFORSCHEN
Als Zusammenfassung meiner bisherigen wissenschaftlichen Forschung trifft wohl folgender Satz am besten zu: Mit Teilchen Licht ins Dunkel bringen!
Angefangen hat alles mit dem Studium der Physik von 2011-2014 an der Universität Würzburg. Schon hier habe ich mich im Rahmen meiner Bachelorarbeit mit der Teilchenphysik beschäftigt. Diese Fachrichtung der Physik befasst sich mit der Untersuchung der kleinsten, elementaren Bausteine, aus denen alles im Universum besteht.

Danach folgte im Rahmen des Masterstudiums ein einjähriger Auslandsaufenthalt an der Rutgers University in den USA. Nachdem ich dort in eine Forschungsgruppe aufgenommen wurde, konnte ich vom urspünglichen Masterstudium direkt in eine Promotion (Ph.D.) wechseln. Der Schwerpunkt meiner Forschung lag weiterhin in der Teilchenphysik, als Teil des wissenschaftlichen Teams des Compact-Muon-Solenoid-Experiments (CMS) am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung in der Schweiz. Dieses Experiment befindet sich am riesigen Teilchenbeschleuniger Large-Hadron-Collider (LHC), um dort die Kollisionen der beschleunigten Teilchen zu beobachten und zu analysieren. Mit diesen Ergebnissen können im Anschluss das bisherige Modell der Teilchenphysik überprüft und unter Umständen neue, unbekannte Teilchen nachgewiesen werden.
Ab 2015 beschäftigte ich mich dementsprechend hauptsächlich mit der Analyse der vom CMS-Detektor aufgenommenen Daten, sowie der Kalibrierung eines kleinen, aber wichtigen Teil des Detektors. Meinen Ph.D. konnte ich mit der erfolgreichen Verteidigung meiner Forschungsarbeit 2021 abschließen – aufgrund von COVID leider nur online.

Nach meiner Promotion wechselte ich zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), genauer gesagt zum Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen in Bremerhaven. Seit 2021 liegt der Fokus meiner Forschungsarbeit auf der Myonentomographie. Dieses neuartige bildgebende Verfahren beruht auf der Nutzung von Myonen, die zur gleichen Teilchenfamilie wie Elektronen gehören. Mit der Myonentomographie können verschiedene Objekte durchleuchtet werden, um Informationen über deren Innenleben zu gewinnen. Somit lassen sich beispielsweise versteckte Objekte in Schiffscontainern lokalisieren, Lagerbehälter für radioaktives Material überwachen oder unbekannte Kammern in den Pyramiden aufspüren.
Im Vergleich zu den etablierten Methoden, die auf Röntgenstrahlen basieren, bietet die Myonentomographie den Vorteil, dass deutlich größere und dichtere Objekte dreidimensional untersucht werden können. Außerdem kann auf eine künstliche Strahlungsquelle verzichtet werden, da die verwendeten Myonen überall auf der Erde als Teil der natürlich vorkommenden kosmischen Strahlung vorhanden sind.
Mir macht es außerdem viel Spaß meine Forschungsarbeit auf unterhaltsame und verständliche Art und Weise zu vermitteln. Wenn dich interessiert, wie ich das anstelle, schaust du am besten bei den Infos zu meiner Tätigkeit als Wissenschaftskommunikator vorbei. Falls du Fragen zu meiner wissenschaftlichen Arbeit hast, dann kannst du mir diese gerne über meine Kontakt-Seite zukommen lassen.
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Seit 2021
Bremerhaven
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen
Werdegang
Europäische Organisation für Kernforschung (CERN)
2015-2021
Genf
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Compact-Muon-Solenoid-Experiment (CMS)
Rutgers, The State University of New Jersey
Doctor of Philosophy (Ph.D.) in Physik
2014-2021
Piscataway
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Bachelor of Science (B.Sc.) in Physik
2011-2014
Würzburg
Publikationen
Improving cosmic-ray tomography of shipping containers with secondary particles
November 2024
Cosmic-ray tomography of shipping containers: A combination of complementary secondary particle and muon information using simulations
Oktober 2025
Analysis of Secondary Particles as a Complement to Muon Scattering Measurements
Oktober 2022
Calibration of the CMS hadron calorimeters using proton-proton collision data at 13 TeV
Mai 2020
Search for physics beyond the standard model in multilepton final states in proton-proton collisions at 13 TeV
März 2020
Search for vectorlike leptons in multilepton final states in proton-proton collisions at 13 TeV
September 2019
Search for Evidence of the Type-III Seesaw Mechanism in Multilepton Final States in Proton-Proton Collisions at 13 TeV
Dezember 2017
